Biomechanik hautnah

Von: kj
Studierende üben mit einem Navigationssystem an einem Test-Dummy zu operieren. // Foto: Katharina Jansen

Auf dem Programm standen der Besuch des sportwissenschaftlichen Bereichs der Albert-Ludwig-Universität Freiburg und der Firma Stryker. Wo und wie kann man als Biomechaniker arbeiten? Um diese Frage drehte sich alles bei dem Besuch von 15 Biomechanik-Studierenden in Freiburg. Im „Bewegungslabor“ der Universität Freiburg erklärte Doktorand Patrick Fürst den Studierenden die Bedeutung der Biomechanik in der Sportmedizin. So werden beispielsweise die Risiken einer Verletzung biomechanisch analysiert, um präventive Maßnahmen für das Training ableiten zu können. Fürst zeigte den Studierenden nicht nur, wie das „Bewegungslabor“ der Uni Freiburg funktioniert, sondern führte mit ihnen auch eine Messung zur Fragestellung „Joggen mit oder ohne Schuhe – was ist gesünder?“ durch. Dazu wurde ein Student zum Probanden. Für die Messung bekam er zehn Marker ans Bein und den Fuß geklebt. Zwölf Infrarot-Kameras nahmen die Marker an ihm beim Joggen einer kurzen Strecke mit Turnschuh und barfuß auf und erstellten ein Bewegungsprofil. Eine am Boden eingelassene Platte maß darüber hinaus noch die Kraft, mit der der Student während des Joggens absprang und wieder landete. Alle Daten wurden anschließend am Bildschirm grafisch dargestellt und von den Studierenden ausgewertet

„In der Ortenau sind sehr erfolgreiche Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Medizintechnik und renommierte Gesundheitseinrichtungen zuhause.", sagte Prof. Dr. Steffen Wolf. Am Nachmittag besuchten die Studierenden die amerikanische Medizintechnikfirma Stryker. Im Biomechniklabor drehte sich zunächst alles um die Schrauben und Platten, die zertrümmerte Knochen zusammenhalten. Mit Ingenieuren sprachen sie über Material und Beschaffenheit der Schrauben und Platten und beobachteten einige Produkttests. Später hatten die Studenten auch die Möglichkeit selbst aktiv zu werden und mit einem speziell für die Operation am Gehirn entwickelten Navigationssystem an einem Test-Dummy zu operieren. Zum Schluss durften die Studierenden zwei Praktikanten Fragen zu ihrer Arbeit stellen. Zudem gab es Bewerbungstipps vom Personaler Torben Olde. 

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