Schweißroboter zur Unterstützung der Lehre

Von: red/am
© Hochschule Offenburg

Die Roboterzelle zum automatisierten Schweißen dient der nachhaltigen Kooperation in Forschung und Lehre zwischen der Hochschule Offenburg und den beiden global tätigen Technologieführern. Die Planung, Koordination und Realisierung der Roboterzelle wurde vom Kooperationspartner IPU umgesetzt. Beim Pressetermin begrüßte Rektor Prof. Dr. Winfried Lieber die Vertreter der beiden Unternehmen. Die gesamte, robotergestützte Anlage sowie deren einzigartige Verfahrensgenauigkeit stellten der Geschäftsführer Armin Stern sowie der Geschäftsführer Robotik Bruno Schnekenburger von der Firma Yaskawa Europe GmbH und Dipl.-Ing. (FH) SFI Stefan Knappe von der Firma Fronius Deutschland GmbH vor. Ebenfalls an der Präsentation beteiligt waren Prof. Dietmar Kohler und Prof. Dr. Michael Wülker von der Hochschule Offenburg. Dipl.-Ing. Armin Schlenk von der Yaskawa Europe GmbH, Dipl.-Ing. Michael Rzepecki von der Ingenieurgesellschaft Peil, Ummenhofer (IPU) GmbH Karlsruhe und Annette Orth vom Marketing der Firma Fronius Deutschland GmbH waren ebenfalls dabei.

Durch die Spende erhielt die Hochschule einen Motoman MA1440 mit einer DX200 Steuerung und einem Drehkipptisch, um den Praxisbezug des Studiums zu intensivieren. Der Motoman MA1440 ist laut der Mitteilung von Yaskawa einer der meistgenutzten Roboter für Lichtbogenschweißen. Durch sein neu entwickeltes Arm-Design arbeitet der Sechs-Achser besonders platzsparend, sehr schnell und mit hoher Tragkraft. Entsprechend vielfältig sind die anwendungsspezifischen Einsatzmöglichkeiten, insbesondere in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie.

Gesteuert wird der Roboter von der Yaskawa-Steuerung DX200. Die Windows-CE-Programmierung erfolgt über ein kompaktes, leichtes Farb-Touchpanel. Voreingestellte Anwendungsmuster stehen beispielsweise für Punkt- und Lichtbogenschweißen sowie für Handling- und allgemeine Aufgaben zur Verfügung.

Um die Möglichkeit zu erhalten, den Roboter mit externen Achsen synchron zu programmieren, wurde der Roboter zusammen mit einem Drehkipptisch DK250 übergeben. Dieser hat eine Traglast von 250 Kilogramm und ermöglicht es, ein Werkstück relativ zum Roboter so zu positionieren, dass dieser zu jeder Zeit den idealen Zugang hat.

Die im Positionierer verbauten Servomotoren kommen ebenfalls aus dem Hause Yaskawa und sind daher optimal auf die Roboter und die Steuerung angepasst. "Damit können nun Studierende der Hochschule sehr praxisnah die Programmierung eines Roboters erlernen und sich somit für einen der am stärksten wachsenden Berufe der Automatisierung qualifizieren", betont Yaskawa in seiner Pressemitteilung.

Während die konventionelle Schweißtechnik bei komplexen Anwendungen wie der Verbindung unterschiedlicher Materialien oder sehr dünner Bleche schnell an ihre Grenzen stößt, stellt Technologieführer Fronius der Hochschule Offenburg den Schweißprozess CMT (Cold Metal Transfer) zur Verfügung, der durch einen sehr geringen Wärmeeintrag und einen äußerst stabilen Lichtbogen überzeugt. Benutzer, zum Beispiel in der Automobilindustrie, profitieren damit von einem spritzerfreien Werkstoffübergang und bislang ungeahnten Einsatzmöglichkeiten. Mittlerweile hat Fronius das CMT-Verfahren um zahlreiche Varianten erweitert und bietet den innovativen Prozess auch für seine neueste Geräteplattform TPS/i an.

 

 

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