Digitaler Zwilling in Anwendung, Forschung und Lehre

Digitale Zwillinge (Digital Twins) werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der
Industrie immer wichtiger. Unter digitalen Zwillingen werde digitale Abbilder von
Maschinen, Anlagen und Prozessen verstanden. Diese beinhalten ein CAD-Modell und eine
Abbildung des physikalischen Verhaltens mit CAE-Werkzeugen. Durch die Verbindung des
digitalen Zwillings mit seinem physikalischen Zwilling und dem laufenden Abgleich von
Simulations- und Sensordaten können von der Produktentstehung über die Nutzungsphase
bis zur Wiederverwertung zahlreiche Nutzenpotentiale erschlossen werden, wie. z.B.
Energie- und Wartungsoptimierung.

In der Veranstaltung wird das Thema Digitaler Zwilling aus Sicht von Anwendung, Lehre und
Forschung in mehreren Vorträgen beleuchtet. Im Rahmen eines Stehempfangs schließt sich
ein Austausch von Referenten und Teilnehmern an.

ABLAUF

16:00 Begrüßung Rektor Prof. Dr. Gerhard Kachel, HS Offenburg und Dominik Fehringer, WRO

16:05 Florian Opitz, precitec, Gaggenau: „Physikalische Abbildung eines Lichtbogenofens – Eine wesentliche Komponente für einen digitalen Zwilling eines Lichtbogenofens“

16:30 Dipl.-Ing. (FH) Timo Mauderer, Zimmer Group: „Digitale Zwillinge in der Handhabungstechnik – heute schon industriell nutzbar?“

16:55 Kaffeepause

17:20 Daniel Eckstein, WeberHaus GmbH & Co. KG: „Digitale Zwillinge im Fertighausbau“ (Arbeitstitel)

17:55 Prof. Dr. Peter Treffinger, HS Offenburg: Digitale Zwillinge von Laborversuchen – Ein wichtiger Baustein in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen der Hochschule Offenburg“

18:20 Schlusswort Prof. Dr. Dietmar Kohler, Dekan der Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik

18:30 Stehempfang

REFERENTEN

Opitz
Florian Opitz
Prof. Peter Treffinger
Peter Treffinger

Florian Opitz studierte Maschinenbau an der HS Offenburg und schloss im Jahr 2013 mit dem Master ab. Nach seinem Studium arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Projekt, das auf die umfassende physikalische Modellierung eines Lichtbogenofens zielte. Seine Arbeit wurde in das Promotionskolleg DENE mit der Universität Freiburg aufgenommen und im Februar 2019 absolvierte er erfolgreich seine Promotionsprüfung. Seit 2016 arbeitet Herr Opitz bei der Precitec GmbH & Co KG am Standort Gaggenau. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Laserbearbeitungsköpfe und Lösungen in der optischen Messtechnik. Hier ist er in der Vorentwicklung tätig und verantwortet die Bereiche Fluiddynamik sowie Modellierung und Simulation.

Timo Mauderer ist seit 2003 bei der Zimmer Group tätig. Zu Beginn seiner Tätigkeit hat er den internen Sondermaschinenbau aufgebaut. Wichtige Themenfelder waren dabei ECAD, SPS, industrielle Bildverarbeitung, Messtechnik und Robotik. Er wechselte danach in die neu gegründete Vorentwicklung, um dort die die Hard-und Softwareentwicklung für mechatronischen Produkte mit aufzubauen. Zu den aktuellen Schwerpunkten gehören neben der Mechatronik die immer wichtiger werdenden digitalen Produkte, wie z. B. Roboter-Apps, Cloud-Anbindung und natürlich auch der digitale Zwilling.

Peter Treffinger ist Professor in der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Offenburg. Seine Schwerpunkte in der Lehre liegen im Bereich der Energietechnik und der Fluidenergiemaschinen. Er hat etliche Publikationen zur multidisziplinären Modellierung und Simulation für unterschiedlichste Anwendungen von Elektrofahrzeugen bis zum Lichtbogenofen verfasst. Im Rahmen des Projektes EDUFABLAB betreut er das Arbeitspaket „Digitaler Zwilling in der Lehre“.