Modulhandbuch

Grundlagen gesundheitswissenschaftlicher Profession II

Empf. Vorkenntnisse

Angabe fehlt

Lehrform Vorlesung/Übung
Lernziele

Die Studierenden sind zum einen in der Lage im Rahmen des Clinical Reasonings, Denk-, Handlungs- und Entscheidungsprozesse entweder allein oder in der Auseinandersetzung mit Berufskollegen und/oder den betroffenen Klienten/Patienten durchzuführen, um das für den individuellen Patienten/Klienten bestmögliche Vorgehen im Rahmen der Erkennung und Benennung einer Funktionsstörung oder Erkrankung (Diagnostik) und ihrer Behandlung (Therapie) zu gewährleisten. Einerseits können die Studierenden ernsthafte Pathologien von funktionell behandelbaren Symptomen unterscheiden und andererseits ausgewählte Assessment- und Testverfahren anwenden sowie relevante Informationen interpretieren und angemessen in den therapeutischen Prozess einfließen lassen.

Zum anderen erarbeiten sich die Studierenden einen Überblick über die Entwicklung von Public Health in Deutschland, die Institutionalisierung von Forschung und Lehre und können dieses Fachgebiet in übergreifende Strukturen einordnen. Sie lernen grundlegende Konzepte und Strategien der Prävention und Gesundheitsförderung kennen und können diese abgrenzen. Die Studierenden erlangen ein Verständnis epidemiologischer Begriffe und Konzepte sowie epidemiologischer Studiendesigns mit ihren typischen Vor- und Nachteilen und Fehlerquellen. Die Studierenden erhalten Kenntnis vom Aufbau des deutschen Gesundheitssystems, seiner Steuerungs- und Planungsmechanismen sowie seiner internationalen Einbindung und können sich kritisch mit Reformen und Interessenvertretungen auseinandersetzen.

Dauer 1 Semester
SWS 5.0
Aufwand
  • Lehrveranstaltung:75 h
  • Selbststudium/
    Gruppenarbeit:105 h

  • Workload:180 h
Leistungspunkte und Noten

Screening und Clinical Reasoning: mündliche Prüfung

Public Health: Klausurarbeit, 60 Min.

ECTS 6.0
Voraussetzungen für Vergabe von LP

Kenntnisse der Anatomie, Physiologie und Biomechanik auf dem Niveau der vorangegangenen Module

Modulverantw.

Frank Pahle M.Sc.

Max. Teilnehmer 0
Empf. Semester 7
Häufigkeit jedes Jahr (WS)
Verwendbarkeit

Bachelor aBM - Hauptstudium

Veranstaltungen Screening und Clinical Reasoning
Art Vorlesung/Übung
Nr. PSO6019
SWS 3.0
Lerninhalt
  • Screening der Körpersysteme und nach Körperregionen
  • Formen des Clinical Resonings
  • Untersuchung und Behandlung als Problemlösungs- und Beziehungsprozess
  • Der Problemlöseprozess als Regelkreis einzelner Schritte, induktive und deduktive Vorgehensweise, Vergleich Vorteile/Nachteile der induktiven bzw. deduktiven Vorgehensweise
  • Klientenzentrierte Planung und Strukturierung der Intervention, Strategien
  • klinische Muster
  • Reflektion und Evaluation der Ergebnisse

In der Vorlesung werden die Formen des Screenings und Clinical Reasonings vorgestellt, beschrieben und erklärt. Anhand von exemplarischen Case Studies werden induktive und deduktive Vorgehensweisem dargestellt und erläutert, sowie die daraus resultierende klientenzentrierte Interventions-Planung. Als Medien kommen Fallstudien, Overhead-Folien, Power-Point-Präsentationen, Videosequenzen und Tafelanschriebe zum Einsatz.

 

Literatur

 

Freund, Henning (2014): Geriatrisches Assessment und Testverfahren. Grundbegriffe - Anleitungen - Behandlungspfade. 2., überarb. und erw. Aufl. Stuttgart: Kohlhammer.

Klemme, Beate; Siegmann, Gaby (2006): Clinical Reasoning. Therapeutische Denkprozesse lernen ; 56 Tabellen ; [Problemdefinition, Hypothesenbildung, Entscheidungsfindung, Evaluation]. Stuttgart: Thieme (Physiofachbuch).

Lüdtke, Kerstin; Grauel, Lucia; Laube, Daniela (2015): Screening in der Physiotherapie. Das Flaggen-System - Warnsignale erkennen. Stuttgart: Thieme.

 Steinlin Egli, Regula Steinlin (2011): Multiple Sklerose verstehen und behandeln. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag Berlin Heidelberg (SpringerMedizin). Online verfügbar unter http://dx.doi.org/10.1007/978-3-642-17633-3.

 

Public Health
Art Vorlesung
Nr. PSO6020
SWS 2.0
Lerninhalt
  • Epidemiologie
  • Methoden der empirischen Sozialforschung
  • Institutionen, Finanzierung und Kostenstrukturen des Gesundheitswesens
  • Selbsthilfeorganisationen
  • Prävention und Rehabilitation

In der Vorlesung erhalten die Studierenden einen Überblick über gesundheitswissenschaftlich relevante Themen. Als Medien kommen Power-Point-Präsentationen zum Einsatz.

Literatur

Bonita, Ruth; Beaglehole, Robert; Kjellström, Tord (2013): Einführung in die Epidemiologie. 3., korr. Aufl. Bern: Verlag Hans Huber (Verlag Hans Huber : Programmbereich Gesundheit).

Busse, Reinhard; Blümel, Miriam; Ognyanova, Diana (2013): Das deutsche Gesundheitssystem. Akteure, Daten, Analysen. Berlin: MWV Medizinisch Wiss. Verl.-Ges.

Gerhardus, Ansgar (Hg.) (2010): Evidence-based Public Health. 1. Aufl. Bern: Huber (Gesundheitswissenschaften: Methoden).

Hurrelmann, Klaus; Klotz, Theodor; Haisch, Jochen (Hg.) (2014): Lehrbuch Prävention und Gesundheitsförderung. 4., vollst. überarb. Aufl. Bern: Verlag Hans Huber (Verlag Hans Huber : Programmbereich Gesundheit).

Hurrelmann, Klaus; Richter, Matthias (2013): Gesundheits- und Medizinsoziologie. Eine Einführung in sozialwissenschaftliche Gesundheitsforschung. 8., überarb. Aufl. Weinheim, Basel: Beltz Juventa (Grundlagentexte Soziologie).

Rosenbrock, Rolf; Hartung, Susanne (2012): Handbuch Partizipation und Gesundheit. 1. Aufl. Bern: H. Huber (Verlag Hans Huber, Programmbereich Gesundheit).

Schulze, Susanne (2014): Kurzlehrbuch Medizinische Psychologie - Medizinische Soziologie. Mit Zugang zur mediscript Lernwelt. München: Urban & Fischer in Elsevier.

Simon, Michael (2013): Das Gesundheitssystem in Deutschland. Eine Einführung in Struktur und Funktionsweise. 4., vollst. überarb. und erw. Aufl. Bern: Huber.

 

 


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