Module guide

Betriebswirtschaft/Logistik und Handel (LH)

Strategie, Personal, Organisation

Empfohlene Vorkenntnisse

Grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Allgemeine betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Grundkenntnisse aller betrieblichen Teilfunktionen

Lehrform Vorlesung
Lernziele / Kompetenzen

Die Studierenden kennen die strategischen, personalwirtschaftlichen und organisatorischen Aufgaben im Unternehmen. Sie verstehen die Relevanz der drei vorgenannten Aufgabenbereiche für das Erreichen der Unternehmensziele und können betriebswirtschaftliche Gestaltungsmodelle auf praktische strategische, per-sonalwirtschaftliche und organisatorische Fragen anwenden. Hierbei beachten sie, dass die verfolgten Strategien des Unternehmens auch Implikationen für die personalwirtschaftliche und organisatorische Gestaltung haben. Sie stellen Verbindungen zwischen strategischem Management, Personalwirtschaft und Organisation insbesondere in dem Sinne her, dass der Erfolgsbeitrag eines Bereichs vom Zusammenwirken mit den anderen beiden Bereichen abhängt. Vor diesem Hintergrund sind sie in der Lage die Effektivität alternativer strategischer, personalwirtschaftlicher und organisatorischer Maßnahmen zu beurteilen und eine entsprechende Entscheidung zu treffen.

Dauer 1 Semester
SWS 6.0
Aufwand
Lehrveranstaltung 90 h
Selbststudium / Gruppenarbeit: 150 h
Workload 240 h
ECTS 8.0
Voraussetzungen für die Vergabe von LP

Modulprüfung Klausur (K120)

Modulverantwortlicher

Prof. Dr. Matthias Graumann

Empf. Semester 6. Semester
Haeufigkeit jedes Semester
Verwendbarkeit

Betriebswirtschaft Logistik und Handel (Bachelor)

Veranstaltungen

Personalwirtschaft

Art Vorlesung
Nr. B+W0241
SWS 2.0
Lerninhalt

1. Teil: Vorbereitung des Personaleinsatzes

  • Rahmenbedingungen der Personalwirtschaft
  • Auswahl von Mitarbeitern

2. Teil: Führung und Zusammenarbeit

  • Führung und Beurteilung von Mitarbeitern
  • Beteiligung von Mitarbeitern an Entscheidungen
  • Gesundheitsorientierte Führung
  • Gestaltung der Kommunikation
  • Kollegiales Verhalten und taktvolles Verhalten

3. Teil: Motivation der Mitarbeiter

  • Begriff und Arten der Motivation
  • Förderung der Arbeitsmotivation durch Anreize
  • Fallstudien zur Förderung der Arbeitsmotivation durch Anreize

4. Teil: Management im Krisenfall

  • Veränderungen durchführen (Change Management)
  • Freisetzung von Mitarbeitern
  • Finanzielle Beurteilung von Freisetzungsmaßnahmen
Literatur

Burkhardt, A./Graumann, M./Becker, R. (2018): Commitment senkt die Burnoutgefahr. In: Personalführung, 51. Jg., S. 56-60.
Berthel, J./Becker, F.G. (2017): Personal-Management, München.
Graumann, M. et al. (2017): Entscheidung über Maßnahmen zur Senkung des Krankenstands. In: Zeitschrift Führung + Organisation, 86. Jg., S. 298-305.
Graumann, M./Burkhardt, A./Venohr, D. (2016): So unterstützen Maßnahmen zur Arbeitszufriedenheit die Kundenzufriedenheit. In: Personal Quarterly, 68. Jg., S. 26-31.
Burkhardt, A./Graumann, M. (2015): Senkung des Krankenstands durch Förderung des Commitment. In: Zeitschrift Führung + Organisation, 84. Jg., S. 308-313.
Ridder, H.-G. (2015): Personalwirtschaftslehre, Stuttgart.
Graumann, M./Skrabek, C. (2014): Die Verdrängung intrinsischer Motivation durch das Management by Objectives - Ein unterschätztes Problem. In: Personalwirtschaft, S. 62-64.
Skrabek, C./Graumann, M. (2015): Umgang mit Lebenskrisen. In: Personal Quarterly, 67. Jg., S. 40-45.
Graumann, M./Semrau, Th./Skrabek, C. (2013): Motivieren SMART-formulierte Zielvereinbarungen wirklich? In: Zeitschrift Führung + Organisation, 82. Jg., S. 117-124.
Weuster, A. (2012): Personalauswahl. 2 Bände. Wiesbaden.
Semrau, Th./Graumann, M./Jost, L. (2011): Partizipative Zielvereinbarungen - Fördert Mitbestimmung wirklich die Motivation der Mitarbeiter? In: Zeitschrift Führung + Organisation, 80. Jg., S. 238-244.
Scholz, C. (2011): Grundzüge des Personalmanagements, München.
Drumm, H.J. (2008): Personalwirtschaft. Berlin.
Malik, F. (2006): Führen Leisten Leben. Frankfurt.

Organisation

Art Vorlesung
Nr. B+W0242
SWS 2.0
Lerninhalt

I. Einführung anhand eines praktischen Beispiels

II. Grundlegende organisatorische Begriffe

III. Organisatorische Stellhebel

1.    Bildung organisatorischer Einheiten
a) Allgemeines Wirkungsmodell
b) Bildung von Stellen
c) Bildung von Abteilungen

2.    Koordination
a) Zweck der Koordination
b) Koordinationsinstrumente
c) Wer entscheidet über die Koordination?
d) Koordinationsaufwand
e) Wann lohnt sich die Koordination?
f) Inoffizielle Koordination
g) Was ist das beste Koordinationsinstrument?

IV. Gestaltung der Organisation

1.    Passung der Stellhebel

2.    Zusätzliche Berücksichtigung der Strategien
a) Berücksichtigung der Unternehmensstrategie
b) Berücksichtigung der Wettbewerbsstrategie
c) Kombinierte Berücksichtigung von Unternehmens- und Wettbewerbsstrategie

3.    Spezielle Fragen der Organisation
a) Sollen Zentralabteilungen gebildet werden?
b) Soll eine Matrixorganisation eingeführt werden?
c) Wie sind funktional gebildete Abteilungen intern zu organisieren?

4.    Fazit zur Gestaltung der Organisation 

Literatur

Frese, E./Graumann, M./Theuvsen, L. (2019): Grundlagen der Organisation. Wiesbaden.
Graumann, M./Grundei, J. (2016): Lohnt sich eine Hierarchieabflachung?, In: Board - Zeitschrift für Aufsichtsräte in Deutschland, 2. Jg., S. 161-164.
Galbraith, J.R. (2013): Designing Organizations. San Francisco.
Ebers, M./Maurer, I./Graumann, M. (2011): Organisation. In: W. Busse von Colbe u.a. (Hrsg.), Betriebswirtschaft für Führungskräfte. Stuttgart, S. 170-205.
Kieser, A./Walgenbach, P. (2010): Organisation. Stuttgart.
Graumann, M. (2008): Aufbauorganisation. In: Corsten, H./Goessinger, R. (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, München, S. 75-78.
Graumann, M./Niedermeyer, M. (2005): Interface Management in Strategic Alliances. In:  Delfmann, W. et al. (Hrsg.), Strategic Management in the Aviation Industry. Aldershot, S. 255-273.
Neuwirth, St. (2004): Stäbe, in: Schreyögg, G./v. Werder, A. (Hrsg.), Handwörterbuch Unternehmensführung und Organisation, Stuttgart 2004, Sp. 1349-1356.
Handwörterbuch Unternehmensführung und Organisation, Stuttgart, Sp. 457-464.Maurer, I. (2004): Organisations-/Unternehmenskultur, in: Gaugler, E./Oechsler, W.A./Weber, W. (Hrsg.), Handwörterbuch des Personalwesens, Stuttgart, Sp. 1293-1305.
Kahle, E. (2004): Ausschüsse, in: Schreyögg, G./v. Werder, A. (Hrsg.), Handwörterbuch Unternehmensführung und Organisation, Stuttgart, Sp. 72-78.
Lehner, J.M. (2004): Improvisation, in: Schreyögg, G./v. Werder, A. (Hrsg.),
Graumann, M./Arnold, H.-J./Beltjes, N. (2003): Call Centres - A Case Study on the Interplay Between Organization and Information Technology, in: The Geneva Papers on Risk and Insurance, Vol. 28, S. 111-126.

Strategisches Management

Art Vorlesung
Nr. B+W0243
SWS 2.0
Lerninhalt

1. Teil: Betriebswirtschaftliche Grundlagen

  • Unternehmen
  • Strategie und strategisches Management

2. Teil: Bestandteile des strategischen Managements

  • Analyse von Geschäftsfeldern (Porters Five Forces Modell)
  • Unternehmensstrategie
  • Wettbewerbsstrategie
  • Funktionalstrategien
  • Fallstudie
  • Exkurs: Digitalisierung
  • Strategischer Gesamtplan und strategische Kontrolle

3. Teil: Instrumente zur Unterstützung strategischer Entscheidungen

  • Stärken/Schwächen-Analyse & Prognose der Zukunft
  • Ressourcenanalyse (VRI-Analysis)
  • Produkt/Markt-Analyse 
  • Innovationsanalyse (Blue Ocean Strategy)
Literatur

Grant: Moderne strategische Unternehmensführung, 2014.
Steinmann/Schreyögg/Koch: Management, 7 Aufl., 2013.
Barney: Gaining and Sustaining Competitive Advantage, 2013.
Welge/Al-Laham: Strategisches Management, 6. Aufl., 2012.
Graumann/Foit: Vielfalt der Kontrolle. In: Der Aufsichts­rat, 07-08/ 2012, S. 101-103.
Müller-Stewens/Lechner.: Strategisches Management, 4. Aufl., 2011.
Porter: The Five Competitive Forces that Shape Strategy. In: Harvard Business Review, 1/2008, S. 79-88.
Grant/Nippa: Strategisches Management, 5. Aufl., München u.a. 2006.
Kim/Maulborgne: Blue Ocean Strategy, in Harvard Business Review, 10/2004, S. 71-79.