Modulhandbuch

Einführung in die Prozesssimulation

Empf. Vorkenntnisse

Grundlagenfächer der Verfahrenstechnik

Lehrform Vorlesung/Übung
Lernziele

Die Studierenden sollen in der Lage sein, anhand von Fließbildern einen Prozess zu verstehen, die wesentlichen verfahrenstechnischen Lösungsmethoden zu erkennen sowie auszudrücken. Die Studierenden müssen in der Lage sein, für einfache Transportprozesse Simulationsprogramme selbst zu erstellen. Beispiele sind die stationäre und zeitabhängige Wärmeleitung sowie Strömungsprozesse in einfachen Geometrien, Destillations- und Rektifikationsprozesse sowie die Synthese eines chemischen Produktes im Batchbetrieb und bei kontinuierlicher Fahrweise. Für reale technische Anwendungen sind Kenntnisse zum Einsatz kommerzieller Simulationssysteme zu erreichen.

 

Dauer 1 Semester
SWS 4.0
Aufwand
  • Lehrveranstaltung:60 h
  • Selbststudium/
    Gruppenarbeit:90 h

  • Workload:150 h
Leistungspunkte und Noten

Die Modulnote ist die Note der Hausarbeit.

ECTS 5.0
Modulverantw.

Prof. Dr.-Ing. Susanne Mall-Gleißle

Empf. Semester 7
Häufigkeit jedes Jahr (WS)
Verwendbarkeit

Bachelor BT, UV, VT - Hauptstudium

Veranstaltungen Prozesssimulation
Art Vorlesung/Übung
Nr. M+V287
SWS 4.0
Lerninhalt

Es werden die Grundlagen und Grundbegriffe der Modellierung, speziell die Modellierung in der Verfahrenstechnik, generelle Aspekte der Modellierung, insbesondere die Beschreibung stationärer aber auch dynamischer/transienter Modelle dargestellt. Dazu gehört die Vermittlung der Massenbilanz insbesondere für instationäre Betriebsbedingungen, unterschiedliche Bilanzierungstechniken (idealer Rührkessel, Kolben- und Rohrreaktor) und deren Vergleich, die Energiebilanz mit transienten Termen, das chemische Gleichgewicht, das Sorptionsgleichgewicht und das Wachstum von Mikroorganismen. Damit werden Prozesse aus den Bereichen Umwelt-, Energie- und Bioverfahrenstechnik in der Vorlesung abgebildet.

Im integrierten Labor wird das Verhalten des Volumens eines einfachen Behälters bei Zulauf und freiem Auslauf sowie mit einem Zwischenspeicher Konzentrationsverhalten, eines ideal durchmischten Rührkessels ideale Kolbenströmung, Beispiel eines Gaschromatographen und eines Adsorbers sowie das
Temperaturverhalten einer Warmwasser-Zirkulationsleitung als Übungsaufgaben mit den Modellgleichungen erarbeitet und in das Excel-Tool (Microsoft Office) implementiert und Parmeterstudien für unterschiedliche Betriebsparameter durchgeführt und diskutiert. Die Entspannungsverdampfung als einstufiger und mehrstufiger Prozess, die Absorption von CO2 in Wasser und weiteren Lösungsmitteln werden mit Hilfe des Softwareprogramms von CHEMCAD (Chemstations Europe) sowie die Rektifikation von Zweistoffsystemen bearbeitet. Insbesondere die Verknüfung mehrer Verfahresnschritte zur Optimierung des Produktes wird mit Hilfe des Simulationstools CHEMCAD erläutert und geübt.

 

Literatur
  • J. Ingham, Chemical engineering dynamics : an introduction to modelling and computer simulation, 3., compl. rev. ed. WILEY-VCH, 2007
  • C. J. King, Separation Processes, second edition, McGraw-Hill Book Company, 1981

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