Digitaler Zwilling in Anwendung, Forschung und Lehre am 7. November 2019 um 16 Uhr, Campus Offenburg

Digitale Zwillinge (Digital Twins) werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Industrie immer wichtiger.

Ein Digitaler Zwilling ist ein virtuelles Duplikat eines realen Systems. Dazu integriert der Digitale Zwilling bislang oft nur fragmentiert verfügbare Daten und Simulationsmodelle (u.a. 3D-CAD, FEM, CFD). Die ersten Digitalen Zwillinge wurden vermutlich im Flugzeugbau verwendet. Durch den Vergleich der berechneten Werte des Digitalen Zwillings mit Werten des realen Systems lassen sich entlang der Wertschöpfungskette oder des Produktlebenszyklus vielfältige Nutzenpotenziale erschließen.

Beispielhaft seien genannt:

  • Virtuelle Inbetriebnahme von Anlagen,
  • Optimiertes Produktdesign oder
  • Prädiktive Wartung.

In der Veranstaltung erfahren Sie, wie Unternehmen aus der Region das Thema „Digitaler Zwilling“ angehen und wie die Hochschule Offenburg dies in der Gestaltung ihrer Studiengänge und in der Forschung berücksichtigt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und auf interessante Diskussionen mit Ihnen.

Prof. Dr. Peter Treffinger
Hochschule Offenburg

Dominik Fehringer
Geschäftsführer Wirtschaftsregion Ortenau


ABLAUF

16:00   Begrüßung durch Prorektor Prof. Dr. Gerhard Kachel, Hochschule Offenburg

16:05   Florian Opitz, Precitec GmbH & Co. KG  Gaggenau: „Multidisziplinäre Modellierung als Basis Digitaler Zwillinge am Beispiel des Lichtbogenofens

16:30   Dipl.-Ing. (FH) Timo Mauderer, Zimmer Group: „Digitale Zwillinge in der Handhabungstechnik – Heute schon industriell nutzbar?“

16:55   Kaffeepause

17:20   Daniel Eckstein, WeberHaus GmbH & Co. KG: „Digitale Zwillinge im Fertighausbau“

17:55   Prof. Dr.-Ing. Peter Treffinger, Hochschule Offenburg:
„Digitale Zwillinge von Laborversuchen – Ein wichtiger Baustein in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen der Hochschule Offenburg“

18:20   Schlusswort Prof. Kohler, Dekan Maschinenbau und Verfahrenstechnik

18:30   Stehempfang

REFERENTEN

Opitz
Florian Opitz
Timo Mauderer
Timo Mauderer
Daniel Eckstein
Daniel Eckstein
Prof. Peter Treffinger
Peter Treffinger

Florian Opitz studierte Maschinenbau an der Hochschule Offenburg und schloss sein Studium im Jahr 2013 mit dem Master ab. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Offenburg in einem Projekt, das auf die umfassende physikalische Modellierung eines Lichtbogenofens zielte. Seine Arbeit wurde in das Promotionskolleg DENE mit der Universität Freiburg aufgenommen und im Februar 2019 absolvierte er erfolgreich seine Promotionsprüfung. Seit 2016 arbeitet Herr Opitz bei der Precitec GmbH & Co KG am Standort Gaggenau. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Laserbearbeitungsköpfe und bietet Lösungen in der optischen Messtechnik. Hier ist er in der Vorentwicklung tätig und verantwortet die Bereiche Fluiddynamik sowie Modellierung und Simulation.

Timo Mauderer ist seit 2003 bei der Zimmer Group tätig. Zu Beginn seiner Tätigkeit hat er den internen Sondermaschinenbau aufgebaut. Wichtige Themenfelder waren dabei ECAD, SPS, industrielle Bildverarbeitung, Messtechnik und Robotik. Er wechselte danach in die neu gegründete Vorentwicklung, um dort die Hard-und Softwareentwicklung für mechatronische Produkte mit aufzubauen. Zu den aktuellen Schwerpunkten gehören neben der Mechatronik die immer wichtiger werdenden digitalen Produkte, wie z. B. Roboter-Apps, Cloud-Anbindung und natürlich auch der Digitale Zwilling.

Daniel Eckstein ist seit 1997 bei der Firma WeberHaus tätig. Zu Beginn erlernte er den Beruf des Zimmermanns und wechselte dann im Jahre 2002 in den Planungsbereich. Er übernahm 2006 die Leitung des Bauplanungsbereichs, wo alle Weber-Häuser im CAD-System erfasst werden. Mit dem Wechsel des CAD-Programms im Jahre 2008 wurde die 3D-Modellierung weitere ausgebaut. Von jedem WeberHaus werden mit Hilfe eigener Systemanpassungen Digitale Zwillinge des späteren Hauses erstellt.

Peter Treffinger ist Professor in der Fakultät Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Offenburg. Seine Schwerpunkte in der Lehre liegen im Bereich der Energietechnik und der Fluidenergiemaschinen. Er hat etliche Publikationen zur multidisziplinären Modellierung und Simulation für unterschiedlichste Anwendungen von Elektrofahrzeugen bis zum Lichtbogenofen verfasst. Im Rahmen des Projektes EDUFABLAB betreut er das Arbeitspaket „Digitaler Zwilling in der Lehre“.