Exkursion zur ENGIE

Die Exkursion fand am 7. Mai 2018 statt. Die Studierenden des 6. Studiensemesters des Studiengangs Energiesystemtechnik-TGA sind am Vorabend angereist und haben in einer netten Pension mit einem Grillplatz übernachtet. Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre wegen eines Gleisumbaus auf der Strecke sehr problematisch gewesen, so dass wir mit zwei privaten PKW fahren mussten. Vielen Dank an die Fahrer, die uns geduldig und sicher durch alle Staus navigiert haben!
Das Exkursionsprogramm wurde im Vorfeld abgestimmt und beinhaltete nicht nur technische Aspekte.

  • Einstiegsmöglichkeiten für unsere Absolventen (Umsetzung kältetechnischer Projekte und Ihre Rolle als Mitarbeiter dabei / gemeint war die Rolle der Projektingenieure bei Planung, Errichtung und Betrieb industrieller Kaltwasseranlagen),

  • Die Kältemaschinen der Reihe Quantum mit ölfreien Turboverdichtern – eine bahnbrechende Technologie für Kaltwassersätze im großen Leistungsbereich (von 220 kW bis 10,5 MW Kälteleistung) für den Einsatz in der TGA und industriellen Kühlung. Die Reihe Quantum G arbeitet mit einem nachhaltigen Kältemittel R1234ze („nachhaltig“ bedeutet in diesem Zusammenhang „betriebssicher auch nach 2030“).

  • Führung durch die Produktionsstätte sowie durch die Versuchs- und Testumgebungshallen. Sehr überraschend für uns war, dass die Kaltwassersätze nahezu schön und elegant sind. Sie sind auch sehr kompakt bei diesen riesigen Leistungen. Die Montagedichte ist enorm: Das „Fließband“ bewegt sich mit der Geschwindigkeit von ein paar Meter pro Tag.

Ein weiterer Programmpunkt war eine Diskussion darüber, inwieweit die Verwendung von „altem“ Kältemittel R134a in der Laboranlage der Hochschule Offenburg weiterhin vertretbar ist. Diese Frage ist wichtig für die Hochschule und wurde bereits mit mehreren Kältetechnik-Experten diskutiert, hat aber leider zu keiner eindeutigen Antwort geführt. Dank ENGIE verfügen wir jetzt über eine Stellungnahme „von höchster Stelle“, dass ein Umbau der Laboranlage auf ein neues Kältemittel vorerst keinerlei Vorteile für den Lehrbetrieb bringen würde. Diese Stellungnahme hilft uns sehr, interne Diskussionen für eine Weile einzustellen und erhebliche Geldmittel zu sparen.
Unser Dank gilt den ENGIE-Mitarbeitern, die die Exkursion ermöglicht haben: Jessica Lenz (Marketing und Kommunikation), und Katrin Roder (Assistentin T&E), Christian Schönauer (HR), Manfred Hoffmann (dka), Marco Zetzsche (T&M) und Martin Steinberg (Supply Chain Management).
Wir hoffen, im Mai 2019 mit neuen Studierenden wieder zur ENGIE Refrigeration kommen zu dürfen. Bis dahin wird der Gleisumbau bei der Deutschen Bahn abgeschlossen und die Anreise nach Lindau für uns viel einfacher sein. Wir werden dadurch sicherlich etwas mehr Zeit in Lindau verbringen können. Es wäre sehr schön, weil wir gerne noch einen Programmpunkt hinzufügen würden – Wasser als Kältemittel und die Kältemaschinen der Reihe Wasserturbo, die vom Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK) in Dresden und ENGIE Refrigeration (damals Axima Refrigeration) gemeinsam entwickelt wurde. Das ist eine spektakuläre Technologie, die zurzeit zwar leider nicht weiterverfolgt wird, der aber dennoch die Zukunft gehört.
Nochmals vielen Dank an alle Beteiligten!
Prof. Dr. Evgenia Sikorski
Hochschule Offenburg, M+V
Mai 2018

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