Hochschule unterstützt Para Ski Nordisch Team

Bundestrainer Ralf Rombach, Biomechanik-Student Florian Jäger, Para Biathlet Martin Fleig und Prof. Dr. Steffen Wolf (von links) beim Test des Prototyp auf dem Notschrei.

Im Winter, wenn Skier am Sitzschlitten angebracht sind, können die Para Sportlerinnen und Sportler den Schlitten aufgrund des geringen Widerstands zwischen Ski und Schnee durch Oberkörperbewegung in die gewünschte Richtung bringen. Im Sommer, wenn Rollen am Schlitten angebracht sind, mussten sie aufgrund des hohen Widerstands zwischen Rollen und Asphalt bislang mit ruckartigen Gewichtsverlagerungen arbeiten. Um das Training effektiver zu gestalten, wünschte sich Para Ski Nordisch Bundestrainer Ralf Rombach daher auch für den Sommer ein Lenksystem, das sich mit Oberkörperbewegungen steuern lässt.

Und so entwickelten Biomechanik-Student Florian Jäger, Manuel Scharffenberg vom Labor Mess- und Regelungstechnik und Biomechanik-Professor Dr. Steffen Wolf im Auftrag des Deutschen Behindertensportverbands an der Hochschule Offenburg ein Lenksystem für die Rollen, das sich durch Oberkörperbewegungen steuern und individuell auf die Athletinnen und Athleten einstellen lässt.

Martin Fleig, Gold-Medaillengewinner im Biathlon bei den Paralympics in Pyeongchang 2018, hat den Prototyp nun am Notschrei erfolgreich getestet. Und auch der Bundestrainer war anschließend zufrieden. Das Training entspricht nun deutlich mehr der nordischen Disziplin.

Neben der Weiterentwicklung des Lenksystems wünschen sich Ralf Rombach und die Athletinnen und Athleten noch ein Bremssystem, das einen Einsatz des Sommer-Schlittens auf hügeligen Strecken ermöglichen würde. Eine weitere reizvolle Aufgabe für die Ingenieurinnen und Ingenieure der Hochschule Offenburg.