Studieninhalte

Die Studieninhalte orientieren sich an einer umfassenden und fachkompetenten Ingenieurausbildung der Verfahrenstechnik, die mit den fachspezifischen Schwerpunktthemen der Energieverfahrenstechnik, der Umweltverfahrenstechnik und der Wassertechnologie vertieft werden.

Studierende lernen:

  • umwelt-, energie- und wassertechnologische Aufgabenstellungen schnell zu erfassen und zu analysieren 
  • verfahrenstechnische Probleme und Aufgabenstellungen zu beschreiben, in Modelle zu überführen und Lösungen beziehungsweise Experimente zum Auffinden von Lösungen zu entwerfen 
  • Gesamtkonzepte für verfahrenstechnische Prozesse zu erstellen (Massen- und Energieflüsse bilanzieren) und diese selbständig wirtschaftlich und technisch zu optimieren 
  • die Spezifikation von verfahrenstechnischen Komponenten (Apparate, Maschinen) aus dem Konzept zu berechnen und umzusetzen 
  • die Einbindung von Prozessen in die digitalen Systeme zur Regelung, Messung und Prozessautomatisierung vorzunehmen, verfahrenstechnische Unit-Operations auch theoretisch abzubilden
  • neue Entwicklungen in der Umwelt-, Energie- und Wassertechnik aufzugreifen, zu analysieren und anzuwenden
  • eigene wissenschaftliche Arbeiten anzufertigen und im Kontext zu veröffentlichen 
  • Projekte in einem vorgegebenen Zeit- und Finanzrahmen durchzuführen und zu managen 
  • im Team zu arbeiten, Verantwortung und Führungsaufgaben zu übernehmen,
  • Anforderungen an den internationalen Markt mit Kenntnissen von technischem Englisch zu genügen 
  • sicherheitstechnische Prozeduren für Verfahren und Anlagen einzuführen und anzuwenden  
  • verfahrenstechnische Prozesse hinsichtlich umweltrechtlicher Kriterien zu analysieren und zu bewerten 

Schwerpunkte

Umweltverfahrenstechnik

Im Schwerpunkt Umweltverfahrenstechnik vertiefen Studierende in Vorlesungen und Laboren ihr Wissen über die Schadstoff-Analytik mit verschiedensten instrumentellen Methoden. Es werden zudem Verfahren dargestellt, die der Vermeidung von umweltbelastenden Stoffen in verfahrenstechnischen Prozessen dienen – immer vor dem brandaktuellen Hintergrund des Klimawandels, der Ressourcenknappheit und der Nachhaltigkeit.

Energieverfahrenstechnik

In diesem Schwerpunkt geht es um die Energiewende durch Nutzung zumeist regenerativer Energien für Herstellungsprozesse, deren effiziente Realisierung und bestmögliche Verwertung. Zudem werden verschiedene Speichertechniken für unterschiedliche Energieformen und sinnvolle Umwandlungen, die sogenannten Power-to-X-Technologien, dargestellt. Studierende vertiefen ihre Kenntnisse über die Solartechnik, die Verwertung von Biomasse sowie die Batterie- und Brennstoffzellentechnik. Dieser Schwerpunkt beleuchtet die Energieformen, deren Speicherungsmöglichkeiten und Kopplungen mit all ihren Facetten für einen optimierten Einsatz.

Wassertechnologie

Wasser rückt immer stärker in den Fokus, da es ein essentieller und zugleich rarer Rohstoff ist und oft nicht in der notwendigen Reinheit zur Verfügung steht. Die wachsende Weltbevölkerung und der Klimawandel verschärfen die Situation der Verfügbarkeit von sauberem Wasser für die Menschen und die Produktion noch zusätzlich. Im Schwerpunkt Wassertechnologie lernen die Studierenden in Vorlesungen und Laboren Methoden zur Trinkwasserherstellung und Wasseraufbereitung kennen. Es werden sowohl gängige Verfahren, als auch solche, die sich aktuell in der Forschung und Entwicklung befinden, vorgestellt. Die Biologie ist dabei die Grundlage. Als Prozesse rund um sauberes Wasser werden mechanische Verfahren wie die Flotation, Filtration und Membrantechnik aber auch die thermischen Verfahren vermittelt.